Orden

MCC-Orden 2017

Der Mainzer Carneval Club wählt seit vielen Jahren aktuelle Motive für seinen Campagne-Orden. Da in den zurückliegenden Monaten die bauliche Erweiterung des Gutenberg-Museums heftig in der Mainzer Bevölkerung und in den Medien diskutiert wurde, hatte der MCC die Idee, seinen Orden 2017 dem größten Sohn unserer Stadt, Johannes Gutenberg, seiner Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern und dem Museum, das seinen Namen trägt, zu widmen. Denn der Mainzer Narr als Vertreter der schreibenden Zunft fühlt sich gerade der Erfindung Gutenbergs und seinem Museum im Herzen von Mainz eng verbunden. Der Orden zeigt drei Bleilettern mit den Buchstaben  M  C  C  , das Mainzer Rad und die Fastnachtsfarben rot, weiß, blau und gelb.

Die Idee stammt von unserem Vizepräsident Friedrich Hofmann, für den Entwurf zeichnet unser Geschäftsführer Hedajat Seuthe verantwortlich und mit der Ausführung wurde Petra Wagner (CIM - Creatives in Metall) betraut.

Friedrich Hofmann und Hedajat Seuthe

MCC-Orden 2016

Vorträge für die Fassenacht müssen nach wie vor geschrieben werden. Ob man die Verse und Prosazeilen nun auf Band oder ins Handy diktiert. Ob man sie nun in den PC oder in das Laptop „kloppt“. Egal wie, das Opus muss es schließlich für Bütt und Bühne in Papierform geben. Nun haben wir aber auch Rednerinnen und Redner in der Määnzer Fassenacht, die beim Schreiben noch ganz traditionell ein Blatt Papier vor sich haben und Bleistift, Kugelschreiber oder Füllfederhalter benutzen. Die also ihre Vorträge noch „von Hand“ schreiben. Dabei gehört es zum schlimmsten Zustand für die Närrin und den Narren, vor einem leeren weißen Blatt Papier zu sitzen, das förmlich schreit: „Fang‘ endlich an . . . !!“

Der MCC nimmt daher für die besonders kurze Campagne 2016 und den frühen Beginn der Redenschreiberei in seinem Ordensmotiv Bezug auf eben jene „schreibende Zunft“, auf die Rednerinnen und Redner, indem er einen Füllfederhalter in den Mittelpunkt rückt. Der Till führt dabei die Feder, ohne die Richtung vorzugeben, denn er ist der Verfechter des freien Narrenwortes.

Allen Trägerinnen und Trägern des MCC-Ordens möge er Inspiration sein zu eigenen literarischen Taten. Er soll aber auch daran erinnern, dass es in der Findung guter Ideen und Pointen nicht immer leicht ist, ein Narr zu sein.

Friedrich Hofmann und Hedajat Seuthe

 

MCC-Orden 2015

Der Mainzer Carneval Club hat sich in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich verjüngt. Das gilt vor allem für seine Akteure auf der Bühne. Und diese positive Entwicklung setzt sich erfreulicherweise fort. Der „alte“ Club ist also jünger und frischer geworden. Wir wollten diesem tollen Trend auch in unserem Erscheinungsbild Rechnung tragen. Der MCC-Vorstand hatte daher den Designer und Club- Aktiven Thorsten von Schönholtz gebeten, ein neues Logo für den Club zu entwerfen. Herausgekommen ist eine überaus gelungene Verbindung aus Tradition und Moderne. Die Symbolfigur des MCC, der Till, sitzt jugendlich, frech und gut gelaunt auf den drei Buchstaben. Er strahlt das aus, was die Mainzer Fastnacht vermitteln will: den Humor, die Unerschrockenheit des Narren und die Zuversicht, die er verbreitet.

Allen Trägerinnen und Trägern viel Spaß an unserem Orden!
Friedrich Hofmann Vizepräsident des MCC

MCC-Orden 2014

Mainz ist in vielerlei Hinsicht das ganze Jahr über bundesweit, ja sogar international in aller Munde. Sei es durch die Fassenacht, den Fußball und Mainz 05, das weltweit beachtete Gutenberg-Museum oder unser Staatstheater. 2013 machte unsere Landeshauptstadt allerdings Schlagzeilen, wie wir es bislang noch nicht erlebten. Wochenlang ging bzw. fuhr am Mainzer Hauptbahnhof nichts mehr. Personalengpässe im Stellwerk - so jedenfalls die Deutsche Bahn - waren Schuld daran, dass Mainz vom Schienenverkehr quasi abgekoppelt war. Alle Proteste, selbst die unseres Oberbürgermeisters Michael Ebling, halfen nichts: an den Bahnsteigen des Hauptbahnhofes rollte kein einziges Eisenbahnrad und quietschte keine einzige Bremse mehr. Tagesschau, heute und die Landessender berichteten ausführlich und manchmal auch etwas hämisch.
Das veranlasste den MCC über das Motiv seines Campagne-Ordens 2014 tiefer nachzudenken. Waren es in den zurückliegenden Jahren vor allem Motive des Mainzer Fastnachtsbrunnens und römische Zeugnisse unserer Stadtgeschichte, die den Orden zierten, so waren sich der Unterzeichner und Präsident Horst Seitz sowie Geschäftsführer Roland Epple schnell einig, dieses Mal einen aktuellen Bezug zu wählen. Und was lag da näher, das Debakel am Mainzer Hauptbahnhof närrisch im Cluborden auf’s Korn zu nehmen. Wir sehen also die stadtseitige Fassade des Hauptbahnhofes aus der in rasanter Fahrt ein Zug Kurs auf die närrische Metropole Mainz nimmt. Das Symbol des MCC, der Till, gibt dazu das Signal für freie Fahrt. Auf das kleine Kunstwerk aus dem Hause „Creatives in Metall“ von Petra Wagner hat sich schließlich auch unser Ehrenprotokoller Karl Heinz Franko seinen eigenen Reim gemacht.

Erst war'n in Määnz die Brunne leer!
Un dann de Bahnhof noch viel mehr,
Weil unser Bahn AG doch glatt
Zu wenig Leit im Stellwerk hatt'!
Un deshalb is, man wird halt klug,
Der Club jetzt mit dem Till am Zug!

Allen Trägerinnen und Trägern viel Spaß an unserem Orden!
Friedrich Hofmann, Vizepräsident des MCC

MCC-Orden 2013

In den letzten Campagnen hatte der Club römische Monumente in Mainz zum Motiv für seine Orden gewählt. Damals wie heute sind solche Bauwerke zu finanzieren. Was lag da näher, nun eine römische Münze als Vorlage für den MCC-Orden der Campagne 2013 zu nehmen.

Der aktuelle Orden stellt die Rückseite eines Sesterz dar. Man sieht ein gerudertes Kriegsschiff, auf dessen Bug Triton – ein griechischer Gott des Meeres und Sohn des Poseidon– sitzt. Die im Orden nicht dargestellte Vorderseite der Münze zeigt Kaiser Hadrian, der von 117 bis 138 n. Chr. regierte.

Das Original befindet sich im Museum für Antike Schiffahrt des Römisch-Germanischen Zentralmuseum, Mainz.

Mit dem MCC-Orden wollen wir traditionell fastnachtliches Engagement auszeichnen und wünschen damit allen Närrinnen und Narrhallesen viel Spaß bei ihrem Club.

Gerd Ludwig

MCC-Orden 2012

In Erinnerung an die römische Vergangenheit der Aurea Moguntia haben wir in der vergangenen Campagne erstmals ein antikes Denkmal zum Vorbild des MCC-Ordens genommen. Dies sollte nun auch für die Campagne 2012 so sein. Aus der Vielzahl römischer Monumente in Mainz haben wir den Dativius-Victor-Bogen gewählt. Dieses rö - mische Bauwerk zählt zu den wichtigsten Steindenkmälern aus der Zeit des Limes - falles im 3. Jahrhundert. Bei Bauarbeiten in den Jahren 1898 bis 1911 auf dem Main - zer Kästrich wurden mehrere Architek - turelemente des Bogens gefunden. Voll - ständig erhalten ist die Stifterinschrift, wonach die Söhne des verstorbenen decu - rio (Ratsherrn) Dativius Victor den Bogen und einen Portikus in dessen Vermächtnis zu Ehren des Kaiserhauses und des Gottes Jupiter errichten ließen.

Eine Kopie des Bogens, der in der Steinhal - le des Landesmuseums Mainz zu sehen ist, befindet sich seit dem Jahr 1962 auf dem Ernst-Ludwig-Platz, also in unmittelbarer Nähe des Kurfürstlichen Schlosses - der Narrhalla, in der auch der MCC mit seinen Prunkfremdensitzungen gerne zu Gast ist.

Traditionell wollen wir auch mit diesem MCC-Orden fastnachtliches Engagement würdigen und wünschen allen Närrinnen und Narren viel Spaß bei ihrem Club.

Gerd Ludwig

MCC-Orden 2011

Zuletzt hatten wir – mit Ausnahme in unserer Jubiläums-Campagne 2010 – für unsere Orden Motive aus dem inzwischen renovierten Mainzer Fastnachtsbrunnen gewählt. Nun wollen wir einmal an die glorreiche römische Vergangenheit der närrischen Metropole „Aurea Moguntia” erinnern. Die „Jupitersäule”, errichtet zu Ehren des Kaisers Claudius Nero (54-68), dient als Vorlage für den MCC-Orden der Campagne 2011. Das Original wurde im Jahr 1904 in Bruchstücken auf dem Sömmerringplatz ausgegraben und befindet sich heute in der Steinhalle des Mittelrheinischen Landesmuseums in Mainz. Eine rund neun Meter hohe Nachbildung ist auf dem Deutschhausplatz zu bewundern.

„Unsere Säule” ist zu Ehren von Gott Jocus mit der MCC-Symbolfigur, dem „Till”, besetzt und trägt außerdem die Inschrift „Ego sum qui sum” was so viel bedeutet wie „Ich bin wer ich bin” oder im freien Wortspiel „Unsere Fastnacht ist und bleibt Määnzer Fassenacht”.

Traditionell wollen wir auch in dieser Campagne mit dem MCC-Orden fastnachtliches Engagement würdigen und wünschen allen Närrinnen und Narrhallesen viel Spaß bei ihrem Club.

Gerd Ludwig

MCC-Orden 2010

Unser Jubiläumsorden 2010

Wie an anderer Stelle bereits mehrfach erwähnt, hat der MCC seine Wurzeln im ehemaligen „Brauhaus zum Birnbaum”. Dort traf sich regelmäßig ein Stammtisch, der sich mit den „Humoristische Derke” schließlich zum Mainzer Carneval-Club vereinigte. Die von unserem Ehrenpräsidenten Bernd Mühl verfasste Historie hierzu finden Sie in der vorliegenden Broschüre.

Was lag nun näher, bei der Gestaltung unseres Jubiläumsordens auf den ältesten bekannten und in Archiven noch vorhandenen Orden des „Birnbaum-Clubs” zurückzugreifen. Die Kombination aus historischer Vorlage und modernem Design ergab in Zusammenarbeit mit dem Atelier CIM ein besonderes Schmuckstück, das wir im 111. Jahr unseres Bestehens auch gern als Damenorden vergeben.

Mit dem MCC-Jubiläumsorden wollen wir traditionell fastnachtliches Engagement auszeichnen und wünschen damit allen Närrinnen und Narrhallesen viel Spaß bei ihrem Club.

Gerd Ludwig